Der LAGeSo-Lotse

Detlef Wagner

Das Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGeSo) in Berlin ist zum Symbol für die Überforderung des Staates geworden. Hier ringt der Welcome-Manager Detlef Wagner mit dem Chaos – in der Hoffnung, Flüchtlingen eine Perspektive geben zu können.

10. Februar 2016, 5:00 h

„Ich beginne nun meine Elternzeit“

Der LAGeSo-Lotse genießt sein privates Glück. In der Kolumne erzählt Detlef Wagner, was er seiner Familie nach der Geburt seiner Tochter versprochen hat.

Vieles hat sich getan am LAGeSo, ständig stehen Termine mit Veränderungen an. Veränderungen, die sich zugunsten der Asylsuchenden auswirken sollen, so sind derzeit zum Beispiel Bundeswehrsoldaten im Einsatz, um einfache Fälle abzuarbeiten. Manches hat funktioniert, manches muss schnellstmöglich hinterfragt und nochmals korrigiert werden.

Nun hat meine Tochter Cattaleya am 5. Februar um 16.49 Uhr das Licht der Welt erblickt.
Ich war bei der Geburt dabei – das hat in unserer Familie Tradition. Im Bereich der Ankunftszelte am LAGeSo arbeiten wir nicht mit genauen Terminen, wir arbeiten mit Zusagen, die eingehalten werden. Genau diese eine Zusage gilt gegenüber meiner Frau und meiner Tochter.

Ich beginne nun meine Elternzeit. Dass das völlige Ausblenden meiner Arbeit funktioniert, habe ich bereits bei der Geburt meines Sohnes bewiesen. Ein flaues Gefühl? Nein – ich habe ein tolles Team, ein Team aus selbstbewussten engagierten Mitarbeitern, die einen Monat den laufenden Prozess gestalten werden, ohne dass meine Abwesenheit gravierend ins Gewicht fallen wird. Dann aber freue ich mich, wieder dabei sein zu können.

So erleben die Reporter Danica Bensmail und Erik Peters den LAGeSo-Lotsen: