Der Arbeitgeber

Sven Gempper

Für Sven Gempper kann Integration nur funktionieren, wenn die Flüchtlinge rasch eine Arbeit finden. Deshalb will der Werksleiter ihnen einen guten Start in ein neues Leben ermöglichen – mit Ausbildung und Sprachkurs.

9. September 2016, 14:29 h

“Eine faire Chance”

Arbeitgeber Sven Gempper ist ernüchtert über den Verlauf des Ausbildungsprojekts. Nach einer dreimonatigen Pause kommt nun eine neue Gruppe Integrationspraktikanten in den Betrieb.

„Ab dem 19. September wird wieder eine neue Gruppe von Flüchtlingen in unserer Ausbildungswerkstatt ein dreimonatiges Praktikum beginnen. Da wir im vergangenen Quartal keine geeigneten Kandidaten gefunden haben, setzten wir das Projekt für drei Monate aus. Jetzt geht es aber wieder los. Die Gruppe ist sehr gemischt: Es sind Menschen aus Eritrea, Syrien, Afghanistan und Benin dabei. Manche von ihnen werden wohl bleiben dürfen, andere nicht.

Das ist eigentlich nicht so, wie wir uns das vorgestellt haben, denn wir wollten den Flüchtlingen den Start auf dem Arbeitsmarkt in Deutschland erleichtern. Wenn abzusehen ist, dass die Menschen in ihre Heimat zurückkehren, ist das nicht Sinn der Sache. Trotzdem geben wir der neuen Gruppe eine faire Chance geben und schauen, wie sie sich entwickeln.

Eine gute Nachricht ist aber, dass Yusef, der zu unserer ersten Praktikantengruppe gehörte, bereits mit seiner  Ausbildung bei uns begonnen hat. Um alle Prüfungen bestehen zu können, muss allerdings sein Deutsch noch besser werden. Derzeit versuchen wir also, ihm einen weiteren Sprachkurs zu organisieren.”