Der Arbeitgeber

Sven Gempper

Für Sven Gempper kann Integration nur funktionieren, wenn die Flüchtlinge rasch eine Arbeit finden. Deshalb will der Werksleiter ihnen einen guten Start in ein neues Leben ermöglichen – mit Ausbildung und Sprachkurs.

4. November 2016, 14:37 h

“Diese Praktikanten hätten wir früher nicht genommen”

Nach einer dreimonatigen Pause hat Sven Gempper in seinem Betrieb wieder Integrationspraktikanten. Zufrieden ist er mit denen jedoch nicht

Ich will einmal mit dem Positiven anfangen: Abdoulah und Yusef, die noch aus unserer ersten Praktikantengruppe stammen und hier im Betrieb untergekommen sind, machen ihre Sache wirklich gut. Das läuft. Sonst ist die Lage jedoch nicht so toll. Im letzten Quartal haben wir das Programm ja komplett ausgesetzt, weil wir keine Gruppe zusammenbekommen haben. Seit September haben wir nun wieder Praktikanten, jedoch auch nur fünf und nicht wie ursprünglich angesetzt acht. Ich muss ganz ehrlich sagen: Die hätten wir in der ersten Gruppe nicht genommen. Sie kommen aus unterschiedlichen Herkunftsländern, teilweise ist die Bleibewahrscheinlichkeit recht gering. Die Deutschkenntnisse lassen zu wünschen übrig und dann fehlen auch einige Teilnehmer öfter mal – nicht immer aus nachvollziehbaren Gründen. Rückblickend muss man sagen, dass unsere erste Praktikantengruppe mit Abstand die beste war. Ich werde in Zusammenarbeit mit dem Kreis weitermachen, aber es gestaltet sich weiterhin schwierig, geeignete und interessierte Teilnehmer zu finden.